we're on a road to nowhere // on a quest to analyze and explore the design of business model innovations, i.e. 'hideous and hidden things' like organizational structures and capabilities, corporate strategies and all things related // on a yellow brick road with a girl, a lion and a straw-man wasting our time // …
The last two days I was in Rome for the IBM IOD2010 EMEA conference – mainly because I’ve got a bit of an interest in enterprise software, smarter work, innovation management, business model innovation and design, improving organizational processes, and the smartening up of the daily worklifes of us all. You can call it “interested in a smarter planet” if you wish.
The two days were filled with inspirational conversations, both inside the building and outside in the italian sun, but I also enjoyed the intro to the conference on day one. And my friendly IBM blogger contact person Erica arranged a meeting with Evan Michaels, one of the team members of George P. Johnson aka GPJ. Evan and team were literally working for months on
- setting up a storyboard that integrated all the things that were on the slate for the two days conference
- crafting the concept of the reverse mirror (the audience was filmed and projected onto the three big screens in front, so we were basically looking at ourselves before the start)
- designing the intro visuals and videos, ie. the data streams flowing through the ancient city of rome (big data streams), the tags hovering over the heads of the audience (single ideas bouncing up and down, later more like a visual avalanche)
Part of this can be seen in this video:
The attention and work that went into creating the intro is astounding (and will make me pay more attention to kick-offs at conferences in the future). Getting a deep understanding of the client’s agenda and designing a fitting “visual design” – including symbols around the whole conference venue – may just be what is needed to get an audience into thinking (and collaboration) mode.
Drei Tage unterwegs (ja, hingeflogen, aber zurückgefahren) und was bleibt von allem? Viele gesammelte Fundstücke, ein paar Überlegungen und Ideen und das Wissen dass ich auch 2011 wieder zur re:publica kommen werde.
Warum fragt nicht nur das – wohlweislich nicht verlinkte – Feuilleton? Weil es auch dieses Mal eine schöne Veranstaltung mit interessanten Themen und Diskussionen war. Wie immer ist die re:publica das was man draus macht – und es gab genug interessante Sessions, Workshops und Panels, dazu wie immer die Gelegenheit alte Freunde und nette neue Leute zu treffen. Menschen, die man sonst nicht alle Tage trifft.
Ein paar meiner gesammelten Fundstücke, nachträglich und spät zusammengestellt (habe ich schon erwähnt dass das WLan etwas wackelig war und deshalb das allthergebrachte Liveblogging zu kurz kam? Nein? Na, dann ist’s ja auch egal. Nach drei Tagen verblassen so manche Kritikpunkte, die man am Freitag abend hatte …). Zu den Fundstücken und Notizen:
Mit der letzten Session soll angefangen werden, die erste Session macht den Schluß:
Ich mag Felix Schwenzel und finde überhaupt nicht dass er zottelig ist. Seine Session im Quatsch Comedy Club hatte genau die Mischung aus Witz und Nachdenklichkeit die es brauchte. Und seine Schlußfolgerung “Das Internet ist Scheiße, weil die Welt scheiße ist” ist natürlich wahr. Natürlich weil die Welt und das Internet nicht mehr auseinanderzuhalten sind. In seinen Beispielen nervigen Internetverhaltens (ja, Korrektur von Rechtschreibfehlern ist genauso uncool wie welche zu begehen) dockte er auch an Sascha Lobos “How to survive a shitstorm” vom ersten Tag an. Links und vieles mehr (Bootleg!) bei Felix selbst und natürlich vergessen wir nicht die Vorgruppe bov.
Serendipidität ist ein Euphemismus für zielloses Herumwandern zwischen übervollen Kalkscheune-Workshopräumen und Friedrichsstadtpalast samt Quatsch Comedy Club – aber im Vortrag “Medien hacken”, in den ich eher aus Zufall gestolpert bin, hatte ich dann doch sehr viel Spaß mit der Kommunikations- und Medienguerilla.
Bei Jeff Jarvis war ich nicht, es soll aber toll gewesen sein. War auch nicht in der Katzencontentsession, tja.
Peter Kruse erklärt mir wer ich bin – ein Digital Resident und nicht so sehr ein Silver Surfer. Sage ich schon lange, das Alter spielt keine Rolle, es ist mehr eine Sache der Wertehaltungen und -vorstellungen. Schön dass wir das nun auch belegt haben. Geschenkt dafür dass seine Ausführungen zum limbischen System mich nicht überzeugt haben – für mich bleibt das Großhirn der eigentliche Ort des Geschehens. Und genau das brauchen wir um “What’s Next – Wie die Netzwerke Gesellschaft und Wirtschaft revolutionieren” einordnen zu können:
Die Gespräche, die sich rund um die Lotus JamCamp Veranstaltungen ergeben haben waren auf einem sehr hohen Niveau. Hier hat sich das Setting bewährt eine kleinere Runde von Leuten zusammenzuziehen, die dann intensiv diskutieren können. Klar, Gespräche rund um Enterprise 2.0 und Smarter Work erscheinen auf den ersten Blick wie Exoten – aber bei genauerem Hinschauen werden die verbindenden Elemente und Motivationen deutlich (Anstoßen und nachhaltiges Verankern von Veränderungen in komplexen sozialen Systemen, wie der Werkzeugkasten des Internets dafür genutzt werden kann und wie wir damit zurechtkommen dass nicht jeder das toll findet). Ist halt auch mein eigentliches Business.
Peter Glasers Eröffungsrede “Die digitale Faszination – Vom Leben auf dem achten Kontinent” hat mich inspiriert und emotional gewärmt. Das Feuer der Bildschirme vor denen sich Menschen versammeln, die Idee der offenen Vernetzung – all das ist auch Teil meiner Geschichte. Netzaktiv bin ich, aber das scheint nicht schlimm zu sein. Denn, wie Marcel schreibt: “Die Gesellschaft geht online. Unweigerlich. Egal, ob mit oder ohne denen, die verzweifelt dagegen anschreiben.” Da mache ich doch lieber mit (und ja, gut geschriebene Kommentare zur Berichterstattung in den Qualitätsmedien könnte ich verlinken, mit jenen zu diskutieren macht in der Regel aber keinen Spaß, denn sie allein verstehen ihre Witze und bestimmen die Weite ihres Horizonts, der, um mit Einstein zu sprechen [...] aber lassen wir das …)
Aber letztlich sind wir Teil eines sich entwickelnden neuen Systems. Und wir können uns entscheiden, ob wir nur zusehen wollen, was passiert, wie andere entscheiden. Oder aber wir entscheiden uns, selbst an dieses sich neu bildende System mit Hand anzulegen.
The motto for the next conference is Game Changers. Game Changers break rules and redefine business models. They are innovative and take risks, free from the burdens of mass marketing and mainstream. Companies that change the game bet on disruptive innovations to create new products and services, they don’t leave it at continuous improvement of the present.
Well, web-based tech is playing an important role here and I am all fans for tech induced game changes, yet I wonder if social innovators that tweak, rattle and change established societal “business models” fall under this mission too?
[EN] Nothing that new for the regular “technology interested internet person” – but a nice list of topics, issues and predictions, especially on the real-time web, user-generated information and participation. See Eric Schmidt in this video:
Fine then that this year’s central theme of LeWeb ’09 is the real-time web. I am returning to LeWeb as an official blogger (that’s a disclosure, folks) and feel very honored to be part of this. And there’s a nice agenda too, great speakers (Danah Boyd!, Laura Fitton!, Marissa Mayer! et al.) – so I am looking forward to seeing old friends, and talking real-time about the real-time web.
If you want to join me at LeWeb, use the discount code BLOG09 for 10% off …
[DE] In 5 Wochen startet in Paris die mittlerweile sechste LeWeb, mit dem Schwerpunktthema Real-Time Web. Die Konferenz sieht vielversprechend aus, die englischsprachige Agenda ist hier, die Übersicht über die Speaker hier.
Wer auch dabei sein möchte kann mit dem Code BLOG09 einen 10%-Rabatt auf sein Ticket bekommen.
Ein paar (sehr späte) Notizen zu den Highlights der Shift happens Blogger Internetkonferenz re:publica. Dazu zählen einige der Keynotes (Johnny, John, Cory) – aber natürlich in erster Linie die Menschen, die Gespräche, die Gedankenanstöße, die uns dabei helfen unsere Begriffe und Verständnisse immer wieder neu zu definieren und neu zu verstehen.
Wir, du und ich (d.h. als die älteren unter den “internetaffinen Menschen, die auf der re:publica zusammentreffen”) sind eine Generation die noch beides erlebt hat, digitale Technik UND analoge Technik. Wir sind auch Teil der ersten Generation die digital altert (und vernetzt ist) – die Frage wird es sein ob wir besser vernetzt sein werden? Werden wir als digitale Rentner wichtiger und einflußreicher sein? Werden wir Sceniors sein? Ich denke ja, das Internet und unsere Arbeit darin hat sich zu so einem bestimmenden Element entwickelt, dass wir ohne es nicht mehr sein können
John Kelly, Blogforscher zeigt sich als bildbegeisterter Analyst der sozialen Netzwerke, die die Blogosphäre ausmachen. Klar, die netten Visualisierungen (ja, schon wieder, ohne “a lot of cute pictures and visualizations” scheint es nicht mehr zu gehen – zumindest nicht in Internet-Soziologen-Kreisen …). Aber klar, es ist prima wenn die Ergebnisse sichtbar gemacht werden können und nicht allein in Tabellen verborgen sind … andererseits habe ich weiterhin massive Kritikpunkte:
1. das “eyecandy” wird erst durch tieferes Verständnis wertvoll (so wie er es bspw. bei der Deutung der Rollen von “bridgebuilders and connection points” gemacht hat, er kann’s doch …
2. analyzing the german blogosphere without speaking german sounds pretty lame (this is for you, John).
Cory Doctorow und sein rhetorisch glänzender Talk (hier gewürdigt von Christian) zu “Internet and PCs – the most powerful copy machines, that delivers not only copies but freedom”. Mein Merksatz daraus: “The main aspect of the internet is not copying but collaboration, it makes us superhuman, ie. we achieve more than one person could do (and hin mentioning Ronald Coase and The nature of the firm”, oh so good).
die IBM-gesponserte Sub-Konferenz unter dem Titel „Social everywhere — Mitwirken im Unternehmen” (Disclaimer: IBM ist ein frogpond-Kunde) – u.a. mit Adam Christensen und Peter Schuett, Einblick in Innovation Jams aka online brainstorming, und mehr:
Sonne, gut gelaunte Menschen (siehe meine Belegaufnahme vom Mittwoch), der Poken-Wahnsinn (was ist ein Poken? siehe die Review von Peter), das ich wieder an einem Girl Geek Dinner teilnehmen durfte, usw.:
... another home on the internets for Martin Koser.
He's an independent enterprise collaboration consultant with frogpond most of his time, yet he's written more than 1.000 posts here since 2004.
Petersilie gefällig? podcast mp3 anbei (auch für Nicht-Süddeutsche verständlich ;)
Der Kultur-, bzw. Kunstbegriff ist brüchig geworden: Die Ökonomisierung der Kultur und die Kulturalisierung der Ökonomie hebeln die konventionellen Wertevorstellungen aus. Die Kunst verliert ihre Aura und die Kultur scheint mit den Erwartungen, die an sie gerichtet werden, überfordert zu sein.
Über diese Entwicklungen diskutieren die Kulturwissenschaftlerin Gesa Ziemer und der Soziologe Dirk Baecker.
reading @doctorow at the #guardian and the comments make my day, e.g. on iPad and stuff:
"It doesn't matter if a technology is a standard or not - the user is denied the choice to run software on a device they bought. It's not limited to Flash either (though Flash has been at the forefront of discussions). The way the terms and conditions apply, that's no Silverlight, no Java, and any other browser-based plug-ins and frameworks that can be conjured up. It also means developers cannot so easily choose frameworks they may prefer."
Diplomarbeit: Wissensmanagement Reloaded - Ein Ordnungsrahmen für den systemischen Umgang mit Wissen im Enterprise 2.0
Gegenstand dieser Arbeit ist die Konstruktion eines Ordnungsrahmens für den systemischen Umgang mit Wissen im Enterprise 2.0. Dieser Ordnungsrahmen zeigt Einsatzpotentiale und Handlungsfelder des Enterprise 2.0-Konzepts für Wissensmanagement systematisch auf und vermittelt ein Verständnis über die Zusammenhänge zwischen den Gestaltungsdimensionen Mensch, Organisation und Technologie im speziellen Fall des Enterprise 2.0.
Ergänzend zu den theoretisch erarbeiteten Aspekten wird der konzipierte Ordnungsrahmen verwendet, um die Eignung eines realen Enterprise 2.0-Ansatzes (Wiki-Plattform) für Wissensmanagement zu bewerten
re: #facebook 4 #twitter 2 // and I think this is spot on
"With low customer satisfaction, Facebook is vulnerable to the next great idea, the next social networking tool that provides a better, more unique experience that allows people to manage their social networks much like they do in the real world, with subtlety and nuance. Facebook has the incumbent's advantage, and the power and resources to make some needed changes, so it may continue to dominate. But I don't think Facebook dominance is a given by any means."
Great post and comments on business model models and visualizations, many quotes - here's only one from a commenter:
"[...] all models/frameworks simplify reality. So true. He also reminds us of the essence of what the business model canvas is after.
I believe one way we maintain integrity in the use of the model/framework is done just the way you have tackled this issue: precise definitions of terms. The “customer” is the one who pays. Yes, their may be many other users or beneficiaries of an organization’s offerings, but they are something other than customers."
Somehow there's no information about data plans for #denmark - somebody in the know knwo more (I better ask #twitter about this too)
Snip
"This wiki aims to collect information about pay as you go mobile phone plans from all over the world. Not just any plans though, they must include decent data rates, perfect for iPhone and Android smart phone travellers."
"Where do you think we are headed as far as information being leaked and disseminated?
To somebody concerned with keeping secrets, I guess my message would be that it could always get worse.
If we were to see some effective attack on WikiLeaks, either legal or technological, it’s entirely likely that this [document leaking] would kind of mirror what we’ve seen in the copyright wars over popular music and entertainment — in other words what you’ll see will be even more distributed systems for leaking. You can get to a place where there’s nobody to talk to, nobody to reason with. Stuff just gets out there."
Granted, some information (guess what?) does need to be private but I so like the interplay of #opendata and #technology