{"id":775,"date":"2007-05-03T17:24:35","date_gmt":"2007-05-03T15:24:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.martin-koser.de\/BMID\/index.php\/archive\/jazz-im-downloadzeitalter\/"},"modified":"2007-05-04T09:30:54","modified_gmt":"2007-05-04T07:30:54","slug":"jazz-im-downloadzeitalter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.martin-koser.de\/BMID\/2007\/05\/jazz-im-downloadzeitalter\/","title":{"rendered":"Jazz im Downloadzeitalter"},"content":{"rendered":"<p>Nun ja, just for the record, ein <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/artikel\/661\/112549\/\" >Interview<\/a> in der SZ mit dem ACT-Labelchef Siegfried Loch &uuml;ber die Ver&auml;nderungen und Chancen der Musikindustrie, gerade in Bezug auf das Nischenprogramm Jazz und zu neuen Gesch&auml;ftsmodellen in der Musikindustrie: <\/p>\n<blockquote><p>Welche Chance hat Jazz, im Download-Zeitalter zu &uuml;berstehen, und wie steht es um das geistige Eigentum? Ein Interview mit Siegfried Loch &uuml;ber Leben und Sterben der Musikindustrie.<\/p><\/blockquote>\n<p>darin<\/p>\n<blockquote><p>SZ: Welche Chance hat der Jazz, im Download-Zeitalter zu bestehen?<\/p>\n<p>Loch: Musiker, die von ihrer Musik leben wollen, brauchen ein Publikum, das bereit ist, daf&uuml;r zu zahlen. Wenn ich die Idee suggeriere, dass Musik an sich frei zu haben, also das erste wirklich sozialistische Produkt ist, wird man keine Existenzen darauf aufbauen k&ouml;nnen. [&#8230;]<\/p>\n<p>SZ: Also kommen dunkle Zeiten?<\/p>\n<p>Loch: Die Leute, die meinen, dass diese Entwicklung [= dieser ganze Internet-Kram, MK] ein Segen f&uuml;r die unabh&auml;ngigen Firmen sei, die sind, <strong>tut mir leid, Schwachk&ouml;pfe<\/strong>. Mit dem Wegfall der Infrastruktur f&uuml;r den Tontr&auml;gerhandel sind die ersten, die ins Gras bei&szlig;en, die Indepedents.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ach ja? Das sehen viele, u.a. <a href=\"http:\/\/www.gerdleonhard.net\/\">Gerd Leonhard<\/a>, aber ganz anders. Und ob Jazzmusiker eine Existenz auf dem Verkauf von &#8220;Tontr&auml;gern&#8221; aufbauen k&ouml;nnen m&ouml;chte ich doch hinterfragen. Die Geschichte vieler Jazzmusiker und ihrer Label ist zudem ein ganz trauriges Thema, das mag f&uuml;r ACT oder ECM nicht gelten, aber nur wenige Jazzer gingen reich ins Grab &#8230;<\/p>\n<p>Interessant ist hier aber, dass Loch die Erl&ouml;sstr&ouml;me fast ausschlie&szlig;lich auf den Verkauf von Tontr&auml;gern reduziert. Das mag aus seiner Sicht stimmig sein, ist aber unvollst&auml;ndig, siehe u.a. die <a href=\"http:\/\/www.martin-koser.de\/BMID\/index.php\/archive\/okonomie-und-rock-musik\/\">alternativen Erl&ouml;smixe<\/a>, die bspw. Einnahmen aus Merchandising und Liveauftritten st&auml;rker einbauen.<\/p>\n<p>Bezeichnend dann ja auch, dass Loch das Ende der herk&ouml;mmlichen Musikindustrie sieht:<\/p>\n<blockquote><p>F&uuml;r mich steht fest: Wenn nicht die Rechtslage zum Schutz des geistigen Eigentums massiv verbessert wird und dar&uuml;ber hinaus das geistige Eigentum verantwortlich als wichtiges Erbe unserer Kultur vermittelt und in den K&ouml;pfen der Menschen wieder verankert wird, dann wird es die herk&ouml;mmliche Musikindustrie bald nicht mehr geben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Richtig, die Betonung m&uuml;sste aber auf <strong>&#8220;herk&ouml;mmlich&#8221;<\/strong> liegen, Labels und Musiker, die das Internet verstanden haben und ihre Gesch&auml;ftsmodelle entsprechend anpassen wird es weiterhin geben &#8230; genauso wie den Jazz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ja, just for the record, ein Interview in der SZ mit dem ACT-Labelchef Siegfried Loch &uuml;ber die Ver&auml;nderungen und Chancen der Musikindustrie, gerade in Bezug auf das Nischenprogramm Jazz und zu neuen Gesch&auml;ftsmodellen in der Musikindustrie: Welche Chance hat Jazz, im Download-Zeitalter zu &uuml;berstehen, und wie steht es um das geistige Eigentum? 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