{"id":508,"date":"2006-11-17T22:30:21","date_gmt":"2006-11-17T21:30:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.martin-koser.de\/BMID\/index.php\/archive\/2-dresdner-zukunftstage\/"},"modified":"2006-11-17T23:34:51","modified_gmt":"2006-11-17T22:34:51","slug":"2-dresdner-zukunftstage","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.martin-koser.de\/BMID\/2006\/11\/2-dresdner-zukunftstage\/","title":{"rendered":"2. Dresdner Zukunftstage"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin zur&uuml;ck von den <a href=\"http:\/\/www.dresdner-zukunftsforum.de\/blog\/index.php\">2. Dresdner Zukunftstagen<\/a>, an denen ich auf Einladung der <a href=\"http:\/\/www.t-systems.com\/\">T-Systems<\/a> teilgenommen habe. <\/p>\n<p>Vier Fachvortr&auml;ge zu Themen rund um Innovation und Web 2.0, von <a href=\"http:\/\/www.dresdner-zukunftsforum.de\/dzf\/de\/forum2\/referenten\/Richard_Scase\/index.html\">Richard Scase<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.dresdner-zukunftsforum.de\/dzf\/de\/forum2\/referenten\/Carlson\/index.html\">Curtis Carlson<\/a> vom <a href=\"http:\/\/www.sri.com\/\">SRI<\/a>, Tim O&#8217;Reilly (ja, genau der, keine Links n&ouml;tig) und am fr&uuml;hen Nachmittag Jaron Lanier (ebenfalls keine Links n&ouml;tig), der zuletzt <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,448818,00.html\">hier<\/a> im Spiegel (und schon fr&uuml;her in <a href=\"http:\/\/www.edge.org\/3rd_culture\/lanier06\/lanier06_index.html\">Edge<\/a>) vor unkritischem Glauben an die Weisheit der Massen warnte. Nun sollte eigentlich jedem klar sein, dass Gruppen von Menschen nicht notwendigerweise <a href=\"http:\/\/www.smartmobs.com\/\">smart<\/a> sind, ich erinnere nur an eine Vielfalt von Entscheidungspathologien die gerade Gruppen betreffen, wie bspw. <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gruppendenken\">Group Think<\/a> (um nicht noch unangenehmere Gruppen- und Massenph&auml;nomene nennen zu m&uuml;ssen): Viele Menschen zusammen sind nicht per se eine intelligente Gruppe, die wom&ouml;glich sogar &#8220;schwarmintelligent&#8221; agiert, sondern <em>nur unter bestimmten Bedingungen<\/em>. <\/p>\n<p>Laniers Warnungen vor Technologie-, Computer- und Zukunftsgl&auml;ubigkeit, wie auch seine Mahnung das Individuum und seine St&auml;rken nicht zu vergessen, sind aber durchaus sympathisch. Die Kritik ist berechtigt und sollte (bspw. in der Web 2.0 Technologie-Community) willkommen sein. Zum einen kommt sie von einem grunds&auml;tzlich Wohlmeinendem, zum anderen bietet Kritik ja auch die Chance der Verbesserung: Sie sollte geh&ouml;rt und aufgenommen werden, bspw. indem einge&uuml;bte Konzepte und Heuristiken (d.h. sowohl Paradigmen, Prinzipien, Methoden als auch die eingesetzten Werkzeuge) &uuml;berpr&uuml;ft werden. <\/p>\n<p>Sein Vortrag war &#8211; da ohne jegliche visuelle Unterst&uuml;tzung &#8211; anspruchsvoll und setzte auch einiges Vorwissen voraus. Die vielen Ideen und Punkte Laniers die er im Vortrag ansprach, hier zusammenzufassen w&uuml;rde sicher nicht funktionieren, auch weil viele der Konzepte selbst nur stellvertretend (und quasi als Hyperlinks) auf weitreichende Diskussionen und Diskurse verwendet wurden (bspw. <a href=\"http:\/\/singularity.com\/\">Ray Kurzweil, Singularity<\/a>, etc.). Andere Elemente des Vortrags waren dagegen pragmatischer nutzbar, bspw. der kleine Ideenimpuls in bezug auf virtuelle Welten (und &Ouml;konomien) wie <a href=\"http:\/\/secondlife.com\/\">Second Life<\/a>. Mehr u.a. bei <a href=\"http:\/\/www.centrestage.de\/2006\/11\/16\/zukunft-des-internets-the-new-definition-of-personhood\/\">Centrestage<\/a>,  <a href=\"http:\/\/www.silicon.de\/enid\/storage_network\/23775\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.pcproblog.de\/2006\/11\/schattenseiten_.html\">hier<\/a>. <\/p>\n<p>Mi&szlig;fallen an Laniers Vortrag hat mir eigentlich nur eine (sprachliche) Ungenaugkeit, die mir bei seiner Kritik an Wikipedia (und einem ma&szlig;losen und unkritischem Kollektivismus) aufgefallen ist. In diesem Zusammenhang hat Lanier unbestimmte &#8220;wiki principles&#8221; ziemlich pauschal kritisiert &#8211; allerdings ohne konkret einzugehen welche Prinzipien eigentlich gemeint sind, und wie diese (wenn &uuml;berhaupt!) Kollektivismus f&ouml;rdern. Da sollte er (und vor allem weil er Einfluss hat) mehr auf die Genauigkeit der Begriffe achten &#8211; zumal er es besser wei&szlig;. Tim O&#8217;Reilly hat dann in seinem (zeitlich nach Laniers) Vortrag dann aber wieder deutlich gemacht, dass &#8220;harnessing collective intelligence&#8221; nicht nur f&uuml;r Gesch&auml;ftsmodelle interessant ist.<\/p>\n<p>Wikis sind eben nicht nur die Wikipedia (und alle damit verbundenen Probleme), sondern werden ja auch zunehmend in Unternehmen f&uuml;r vielf&auml;ltige Aufgaben (erfolgreich) eingesetzt. Da <a href=\"http:\/\/www.frogpond.de\/\">sehe ich es nur sehr ungern<\/a> wenn das zarte Pfl&auml;nzchen &#8220;Wikis im Unternehmen&#8221; so in die Kritik ger&auml;t &#8211; auch wenn ich mir sicher bin, dass Wikis (und auch einige der Wiki-Prinzipien wie bspw. Offenheit) diese Kritik aushalten.<\/p>\n<p>Zu potenziellen Einsatzgebieten von Wikis im Unternehmen werde ich demn&auml;chst ein kleines Paper auf <a href=\"http:\/\/www.frogpond.de\/\">frogpond<\/a> bereitstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin zur&uuml;ck von den 2. Dresdner Zukunftstagen, an denen ich auf Einladung der T-Systems teilgenommen habe. 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